Beim Löten ist es grundsätzlich notwendig die Oberfläche des Grundwerkstoffes zu aktivieren. Dies wird beim Flammlöten durch Flussmittel erreicht. Beim Lichtbogenlöten ist der Einsatz eines Flussmittels üblicherweise nicht notwendig, sofern auf beschichtete (verzinkte) Bleche gelötet wird. Das Zink verdampft und darunter befindet sich eine blanke und oxidfreie Blechoberfläche, welche gut benetzbar ist.
Dennoch kann der MIG-Lötprozess weiter verbessert werden wenn gasförmige Flussmittel eingesetzt werden wie in folgendem Bild erkennbar ist.
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I-Stoß CuSi3Mn, DP600Z100MB,Spalt 0,6 mm; a) ohne Flussmittel; b) mit BoroPur70 0,7 l/min; c) mit BoroPur70 1,4 l/min; d) mit BoroPur70 2,2 l/min |
Die Flussmittel sind bereits kommerziell verfügbar. Die Zuführung zum Schutzgas Argon ist unproblematisch.
Fraglich ist ob die Vorteile des Flussmittels die höheren Kosten und den Aufwand für Arbeitsschutz rechtfertigen. Hier darf man gespannt sein.
*Steigerung der Prozesseffizienz bei gleichzeitiger Verringerung der Produktionskosten durch
den Einsatz gasförmiger Flussmittel beim Lichtbogenlöten
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Johannes Wilden, Dr.-Ing. Arthur Porochonski
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Füge- und Beschichtungstechnik
Univ.-Prof. Dr.rer.nat. habil. Wolfgang Müller, Dipl.-Ing. Holger Worrack
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Kontinuumsmechanik und Materialtheorie


