Donnerstag, 19. Mai 2011

Eignungsprüfung der Schutzgase Varigon S und Varigon He50S

Die von der Linde AG entwickelten Schweißschutzgase mit den Handelsbezeichnungen Varigon S und Varigon He50S enthalten einen Anteil von 300ppm Sauerstoff zur Verbesserung der Lichtbogenstabilität. Nach der DIN EN ISO 14175 entsprechen diese Schutzgase nicht der Gruppe I, sondern werden wie folgt bezeichnet:

  • Varigon S --> DIN EN ISO 14175 - Z - ArO - 0,03
  • Varigon He50S --> DIN EN ISO 14175 - Z - ArHeO - 50/0,03
Dies hatte zur Konsequenz, dass die für Schutzgase der Gruppe I1 eignungsgeprüften Aluminiumschweißzusätze generell nicht mit Varigon Schutzgasen eingesetzt werden konnten.
Im Rahmen einer erweiterten Eignungsprüfung mit dem TÜV-Süd hat Linde nun nachgewiesen, dass die Varigon-Schweißschutzgase sehr wohl auch den hohen Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 97/23/EG entsprechen. Die Schweißzusätze der Typen S Al 5183 und S Al 4043 sind ab sofort auch für Varigon-Schweißschutzgase eignungsgeprüft.
Bei der Schweißung der Prüfstücke konnte festgestellt werden, dass die mit Sauerstoff dotierten Schutzgase einen ruhigeren Lichtbogen aufwiesen.
Die umfangreichen Prüfungen zeigten keinerlei negative Auswirkungen der aktiven Schutzgaskomponente. Tatsächlich war der Porengrad bei allen Proben sehr gering, was nicht zuletzt auch auf die hochreinen Schweißzusätze von MIG WELD zurückzuführen ist.